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ein neues Gedicht für meine Tochter Anne:

copyright: Thomas Pabst 2017

 

meine Tochter
 
Du glaubst, durch meinen Ausschluss stark zu sein
Was Du denkst und was Du tust
hat Dich zerrissen und uns entzweit.
 
Ich gab Dir Wärme und Geborgenheit
Du warfst mir vor: es wäre nur für mich.
Ich fühle Dich auf meinen Schultern
-verblassend-
dies gibt mir Kraft (an uns zu glauben)
-nicht zu hassen-
 
Vatergefühle entstanden durch den Weg, den wir gemeinsam gingen
es war ein Glück, an Deiner Seite
zu sehen, wie meine Liebe wuchs.
Es war mein Ziel, Dich in die weite Welt zu bringen.
 
Und doch hat unsere Kommunikation
beschränkt auf Forderung und Abwehr
den Graben aufgerissen.
Was gäbe ich dafür, zu wissen, was Dich antreibt.
Es fühlt sich an wie tausend Nadelkissen...
 
Kann denn ein Neuanfang die Risse kitten?
Ich bin erschrocken, wieviele Tage
ohne Dich verlaufen
keine Tränen mehr
nur Nadelkissen.
 
Wie kann der Blick nach Vorne
verbrannte Erde rekultivieren
Wie kann das Wissen um meine Gefühle
unsere Bilder reproduzieren.
Es fühlt sich an, wie Mühlen ohne Wasser
tag ein, tag aus die Runden dreh'n.
 
Ich werde den Traum reaktivieren
weil Du es wert bist.
Ich werde die Kräfte mobilisieren
Weil Vatersein, das Größte ist.